Irene Knecht-Keller - Quilts - Patchwork - Applikationen
 Irene Knecht-Keller


Textilien mit ihren unterschiedlichen Strukturen und Oberflächen   zogen mich schon immer in ihren Bann, und ich begann zu nähen,   sobald ich Nadel und Faden in den Händen halten konnte. Trotz dieser Faszination entschied ich mich für einen kaufmännischen Beruf. Meinen Drang nach kreativen, handwerklichen Tätigkeiten lebte ich aus, indem ich nähte, strickte, Puppen herstellte, schreinerte und alte Möbel restaurierte.

Patchwork und Quilting entdeckte ich Mitte der 80-er Jahre in Form eines wunderschönen Bettüberwurfs. In Handarbeitsbüchern und Fachzeitschriften suchte ich nach Vorlagen und so entstand mein erster Pineapple-Quilt. Später besuchte ich Kurse, um verschiedene Techniken kennen zu lernen.

Inzwischen ist diese textile Arbeit zur Leidenschaft geworden. Ich liebe die alten, traditionellen Muster, experimentiere aber auch mit freien Techniken. Durch Farbwahl und Verwendung unterschiedlicher Stoffstrukturen und -qualitäten entstehen zeitgemässe Quilts. Die Stoffstücke werden vorwiegend mit der Maschine zusammengenäht, gequiltet wird von Hand oder mit der Maschine. Die Inspirationen liefern mir die vielfältigen Farben und Formen von Natur, Gemälden und Architektur, aber natürlich auch die Arbeiten vieler Quilt-Künstlerinnen und -Künstler.

Meine Vorliebe für Patchwork macht sich auch in Alltagsgegenständen, wie Tischsets, Topflappen, Tischläufern sowie kleinen Umhängetäschchen für Smartphone, Schlüssel oder Portemonnaie bemerkbar. 

Vor etwa 5 Jahren begann ich mit Ton zu arbeiten, formte zuerst Kugeln, Schalen und Blumengefässe. Schliesslich kamen auch Figuren dazu. Einige werden im Elektroofen gebrannt, bei anderen verwende ich die Raku-Technik. Manche Arbeiten werden in ihrem Naturton belassen, andere werden glasiert. Dabei ist es immer wieder faszinierend, sich nach dem Brand von der Glasur überraschen zu lassen.